Über uns

Willkommen in der Evangelischen Kirchengemeinde Berlin – Niederschöneweide. Wir sind eine kleine Gemeinde im Südosten  Berlins, schön gelegen, direkt am Ufer der Spree. Unser Stadtteil wächst, ändert und verjüngt sich. Wir sind offen für alle Menschen, die schon immer hier gewohnt haben oder neu hinzukommen und eine Kirchengemeinde suchen.

Kennen Sie unsere Kirche in der Britzer Straße? Von außen sieht sie eher aus wie eine Trutzburg, aber innen ist sie freundlich und hell. In der Friedenskirche finden Sie unser kleines Gemeindezentrum mit Büro und den Räumen für die Gruppen, die sich hier treffen. Ganz in der Nähe arbeitet unsere Kindertagesstätte „Sonnenstrahl“, in der 50 Kinder und deren Eltern ein- und ausgehen.

Über die Spree hinweg gibt es gute Zusammenarbeit mit der Kirchengemeinde Berlin – Oberschöneweide. Nicht nur der Kaisersteg, die vor gut zehn Jahren wieder eröffnete Spreebrücke, verbindet die beiden Gemeinden, sondern auch ein gemeinsam herausgegebener Gemeindebrief und Mitarbeitende, die diesseits und jenseits der Spree tätig sind.

Wir laden Sie herzlich zu unseren Gottesdiensten ein, die wir in der Friedenskirche oder in der Nachbarschaft oder in der Ökumene feiern. Wir freuen uns auf Sie!


Wichtiger Hinweis

Wir bieten sonntäglich Gottesdienste an. Sie finden in der Christuskirche Oberschöneweide, in der Friedenskirche Niederschöneweide oder in Kirchen unseres Pfarrsprengels statt. Die Termine finden Sie auf dieser Seite. Über mögliche Absagen von Gottesdiensten oder geplanten Gemeindeveranstaltungen informieren Sie sich an dieser Stelle.


Gottesdienst im Radio & TV

6. Juni, 1. So. n. Trinitatis

10 Uhr Rbb kultur
Radiogottesdienst
Gethsemanekirche in Berlin
mit Pfarrerin Almut Bellmann

13. Juni, 2. So. n. Trinitatis

9.30 Uhr ZDF
Fernsehgottesdienst
Burg Finstergrün in Österreich „Sanft-Mut“
mit Pfarrer Manfred Perko

10.05 Uhr mdr KULTUR, Deutschlandfunk
freikirchl. Radiogottesdienst
Gemeindezentrum Folsterhöhe in Saarbrücken
mit Pastor Joachim Hipfel

20. Juni, 3. So. n. Trinitatis

10 Uhr Rbb kultur
ökum. Radiogottesdienst
Flughafenkapelle Berlin-Schönefeld
mit Pfarrerin Sabine Röhm und Pater Wolfgang Felber

10 Uhr mdr KULTUR
ev. Radiogottesdienst
Dom Stiftskirche St. Servatii Quedlinburg
mit Landesbischof Friedrich Kramer

27. Juni, 4. So. n. Trinitatis

9.30 Uhr ZDF
Fernsehgottesdienst aus Bremen

10.05 Uhr Deutschlandfunk
ev. Radiogottesdienst
Auferstehungskirche in Pforzheim
mit Theologin Heike Springshart


Besondere Angebote

Das Team der Kinderkirche schreibt einen Blog mit Videos und Beiträgen auf der Website der Johannisthaler Gemeinde.

Andacht zum Monatsspruch
aus dem aktuellen Gemeindebrief

Nachrichten und Informationen aus unserem Kirchenkreis Lichtenberg – Oberspree: www.kklios.de

Offene Friedenskirche
dienstags von 10.00 – 12.00 Uhr
Ort der Stille und der Einkehr

Gottesdienste

Unsere Gottesdienste im Juni 2021

06. Juni 2021
1. So. n. Trinitatis
11:00 Uhr
Gemeinsamer Gottesdienst zum Gemeindefest für Kinder und Erwachsene anschl. Kirchenkaffee im Garten Friedenskirche Niederschöneweide Pfn. Schwer /
Gem.-päd. Endter /
Gem.-päd. Steude
13. Juni 2021
2. So. n. Trinitatis
11:00 Uhr
gemeinsamer Gottesdienst mit Taufen und Kindergottesdienst Christuskirche Oberschöneweide Pfn. Schwer
20. Juni 2021
3. So. n. Trinitatis
11:00 Uhr
Regionalgottesdienst mit den Konfirmandinnen und Konfirmanden Friedenskirche Niederschöneweide Pf. Döhle /
Gem.-päd. Endter
27. Juni 2021
4. So. n. Trinitatis
11:00 Uhr
gemeinsamer Gottesdienst Christuskirche Oberschöneweide H. Böttcher

Gottesdienste im Pflegeheim Katharinenhof (Bruno-Bürgel-Weg 1-5):
Am 16. Juni, um 16:00 Uhr. Im Juli und August ist Sommerpause.

Hausgottesdienste in St. Konrad (Antoniuskirchstraße 3):
Finden aktuell nicht statt.

Kindergottesdienste mit den Kindern der Kita:

Niederschöneweide:
24. Juni und 08. Juli, jeweils um 09:30 Uhr in der Kirche
15. Juni, Mittagskirche in der Kita

Oberschöneweide:
08. Juni um 09:30 Uhr in der Taufkapelle .

Unsere Gottesdienste im Juli 2021

04. Juli 2021
5. So. n. Trinitatis
09:30 Uhr
gemeinsamer Gottesdienst mit Abendmahl Friedenskirche Niederschöneweide Pfn. Schwer
11. Juli 2021
6. So. n. Trinitatis
09:30 Uhr
Predigtgottesdienst Friedenskirche Niederschöneweide Fr. Noak
18. Juli 2021
7. So. n. Trinitatis
11:00 Uhr
gemeinsamer Gottesdienst Christuskirche Oberschöneweide H. Böttcher
25. Juli 2021
8. So. n. Trinitatis
09:30 Uhr
Predigtgottesdienst Friedenskirche Niederschöneweide H. Hoffmann
01. August 2021
9. So. n. Trinitatis
11:00 Uhr
gemeinsamer Gottesdienst Christuskirche Oberschöneweide H. Böttcher

Gemeindebrief


Der Gemeindebrief für Nieder- und Oberschöneweide in einer gemeinsamen Ausgabe. ( Zum Betrachten des Briefes benötigen Sie möglicherweise einen pdf-reader ) .

2021
Der aktuelle Gemeindebrief für Juni und Juli
April und Mai
Februar und März

2020
Dezember ’20 und Januar ’21
September, Oktober und November
Juni, Juli und August
April und Mai
Februar und März


Monatsspruch Juni: Man muss Gott mehr gehorchen als den Menschen (Apg 5, 29)

„Man lässt keinen Menschen ertrinken. Punkt.“ Mit diesem Predigtsatz der Kirchentagspfarrerin Sandra Bils im Abschlussgottesdienst des Evangelischen Kirchentages 2019 im voll besetzten Dortmunder Westphalenstadion hat die Diskussion um einen Beitrag der Kirche zur Seenotrettung begonnen. Eine breiter Disput folgte und der Beschluss des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland, ein eigenes Schiff zur Rettung geflüchteter Menschen im Mittelmeer loszuschicken. Wir kaufen ein Schiff und schicken es los. Das hieß also, wir machen nicht nur gute Worte und richten Appelle an die anderen, sondern wir organisieren selbst und ganz praktisch dringend nötige Hilfe. Eine große Zahl von Unterstützenden, inzwischen 746 Organisationen und Einzelpersonen aus Kirche und Gesellschaft, schlossen sich im Bündnis „United4Rescue“ (gemeinsam für Rettung) zusammen. Auch unsere Landeskirche, die EKBO und unser Kirchenkreis Lichtenberg – Oberspree waren früh dabei und finanzierten aus Spendenmitteln mit. Die „Poseidon“, ein ehemaliges Forschungsschiff wurde in Kiel ersteigert und im spanischen Burriana umgebaut. Dreihundert Menschen können darin medizinische Hilfe bekommen und in einen sicheren Hafen gebracht werden. Am 20. Februar 2020 fand in Kiel die Schiffstaufe statt: Aus der „Poseidon“ wurde die „Sea – Watch 4“. Seit Ostern 2020 ist das Schiff mit Unterbrechungen im südlichen Mittelmeer unterwegs und hilft mit seinen Einsätzen bei der zivilen Seenotrettung.

So einfach wie es jetzt wohl klingt, war es aber nicht. Es gab viele Fragen: „Ist dafür nicht die Politik zuständig?“ „Meine Kirchensteuer möchte ich dafür nicht eingesetzt wissen! Dann trete ich aus!“ und das hat mancher auch getan. „Sollten nicht zunächst die Lebensbedingungen in den Herkunftsländern der Geflüchteten verbessert werden?“ „Wissen wir, wen wir da retten?“ „Ist bei uns noch Platz?“ „Arbeiten wir nicht den Schleppern in die Hände?“ Alles Fragen, die diskutiert werden dürfen. Aber die Menschen, die da draußen unterwegs sind, vom Ertrinken bedroht, brauchen jetzt und sofort Hilfe. Jede unserer theoretischen Diskussionen kommt für sie zur Unzeit und bedroht ihr Leben.
Ich bin stolz auf unsere Kirche und für mich sind alle, die für dieses Schiff gekämpft und sich auf vielerlei Weise dafür eingebracht haben, solche, die Gott mehr gehorchen als den Menschen.

Hören wir auf die Samaritergeschichte, die Jesus erzählt, gehorchen wir ihr: Da liegt einer überfallen am Weg und es zählt nur, dass er unaufschiebbar und sofort Hilfe braucht. Wer er war, warum er da in der Wüste zwischen Jericho und Jerusalem unterwegs war, ob er sich der Hilfe würdig erzeigen würde – alle diese Fragen kommen nicht vor, nein, es gilt nur: Er ist mein Nächster. Und meinen nächsten Menschen lasse ich nicht unversorgt am Wege liegen. Punkt.

Seit Frühjahr 2021 gibt es ein zweites Bündnisschiff, von unserer Kirche zur Seenotrettung ausgeschickt, die „Sea – Eye4“. Sie ist ebenso mit einer modernen Krankenstation und zwei Beibooten ausgestattet, seit Mai vor der libyschen Küste im Einsatz. Auch „die Sea – Watch4“, die wegen fadenscheiniger Gründe fünf Monate durch die italienischen Behörden festgehalten wurde, ist wieder freigekommen und fährt ihre Einsätze. Möchten doch viele Menschen durch unsere Schiffe Rettung erfahren.

Herzlich grüßt Ihre Annette Schwer.


Unsere Gemeindebriefe aus den Vorjahren

2019
Dezember ’19 und Januar ’20
Oktober und November
August und September
Juni und Juli
April und Mai
Februar und März

2018
Dezember ’18 und Januar ’19
Oktober und November
August und September
Juni und Juli
April und Mai
Februar und März

2017
Dezember ’17 und Januar ’18
Oktober und November
August und September
Juni und Juli
April und Mai
Februar und März

2016
Dezember ’16 und Januar ’17

Geschichte und Architektur


Im Jahr 1908 wurde die Kirchengemeinde Niederschöneweide selbständig, löste sich von der Köpenicker Stadtkirchengemeinde und bot nun Gottesdienste und Veranstaltungen im eigenen Stadtteil an. Eine Kirche, in der das Gemeindeleben hätte stattfinden können, gab es zunächst nicht. Erst nachdem die Aula der ehemaligen Gemeindeschule in der Schnellerstraße als Versammlungsort für die wachsende Gemeinde nicht mehr ausreichte, wurde 1925 ein Kirchbauverein gegründet. Den ausgelobten Wettbewerb gewannen die Architekten Fritz Schupp (Berlin) und Martin Kremmer (Essen). Am 11. November 1928 erfolgte die Grundsteinlegung und auf den Tag genau 19 Monate später, am 11. Mai 1930 konnte die Friedenskirche mit einem Festgottesdienst eingeweiht werden. Entstanden war eines der ersten Berliner Kirchengebäude moderner Architektur im Stil der Neuen Sachlichkeit. Der Entwurf der Architekten Schupp und Kremmer knüpfte in neuer Formensprache an alte märkische Kirchbautraditionen an. Die geplante Erweiterung des Gebäudes um Pfarrhaus, Küsterwohnung und zweistöckiges Gemeindehaus konnte nicht realisiert werden, da die nötigen Mittel fehlten. Den 26 Meter hohen monumentalen Turm, stadtbildprägendes Wahrzeichen von Niederschöneweide, wie das Kirchenschiff aus dunklen Klinkern gemauert und mit Schiefersteinen gedeckt, zieren zwei Uhren des Schöneweider Uhrmachers Buntzel. Das Geläut besteht aus drei Glocken, 1929 in Apolda gefertigt, von denen die größte 2.700 kg wiegt. Im März 1944 brannten nach einem Kurzschluß in der Orgel das Dach der Friedenskirche, die Emporen und die Orgel selbst vollständig aus. Die erheblich beschädigte Kirche wurde von 1951 – 1952 wieder aufgebaut. Architekt Herbert Erbs gab dem Kirchenschiff die alte Raumgestalt zurück. Im hinteren Teil wurde 1983 eine Winterkirche errichtet.

Der Altaraufsatz, 1930 vom Berliner Bildhauer August Rhades aus Kalkstein gearbeitet, ist in den Formen der Neuen Sachlichkeit gehalten. Im mittleren Relief wird die Auferstehung Jesu dargestellt, auf den beiden äußeren Feldern die Anbetung des Christuskindes und die Ausgießung des Heiligen Geistes. Der Bildhauer schuf ebenso Kanzel und Taufstein der Friedenskirche. Die zweimanualige Orgel der Firma Sauer aus Frankfurt/ Oder konnte der Gemeinde am 22.12.1957 zur Nutzung übergeben werden.