Über uns

Willkommen in der Evangelischen Kirchengemeinde Berlin – Niederschöneweide. Wir sind eine kleine Gemeinde im Südosten  Berlins, schön gelegen, direkt am Ufer der Spree. Unser Stadtteil wächst, ändert und verjüngt sich. Wir sind offen für alle Menschen, die schon immer hier gewohnt haben oder neu hinzukommen und eine Kirchengemeinde suchen.

Kennen Sie unsere Kirche in der Britzer Straße? Von außen sieht sie eher aus wie eine Trutzburg, aber innen ist sie freundlich und hell. In der Friedenskirche finden Sie unser kleines Gemeindezentrum mit Büro und den Räumen für die Gruppen, die sich hier treffen. Ganz in der Nähe arbeitet unsere Kindertagesstätte „Sonnenstrahl“, in der 50 Kinder und deren Eltern ein- und ausgehen.

Über die Spree hinweg gibt es gute Zusammenarbeit mit der Kirchengemeinde Berlin – Oberschöneweide. Nicht nur der Kaisersteg, die vor gut zehn Jahren wieder eröffnete Spreebrücke, verbindet die beiden Gemeinden, sondern auch ein gemeinsam herausgegebener Gemeindebrief und Mitarbeitende, die diesseits und jenseits der Spree tätig sind.

Wir laden Sie herzlich zu unseren Gottesdiensten ein, die wir in der Friedenskirche oder in der Nachbarschaft oder in der Ökumene feiern. Wir freuen uns auf Sie!


Wichtiger Hinweis

Liebe Besucherinnen und Besucher,

das erste Mal nach acht Wochen können wir uns – unter Auflagen- wieder zum Gottesdienst versammeln. Dabei müssen wir auf die inzwischen eingeübten Abstandsregeln achten und die Zahl der Teilnehmenden auf 50 begrenzen.

Ebenso werden wir noch keinen Gemeindegesang anstimmen. Aber wir können uns versammeln, miteinander feiern, den Klängen der Orgel lauschen, Gottes Wort hören und ihn in Bitte und Dank anrufen. Das ist mehr, als wir bisher wahrnehmen konnten.

Am Sonntag Kantate, den 10. Mai um 9.30 Uhr laden wir zum Gottesdienst in unsere Friedenskirche ein. Am Freitag davor, am 8. Mai werden wir wie viele andere Gemeinden in Berlin um 10 Uhr zum Gedenken an das Ende des 2. Weltkrieges in Europa fünf Minuten unsere Glocken läuten.

Über alle weiteren Gottesdienste im Mai 2020 informieren wir Sie auf dieser Seite.

Wir sind alle dafür verantwortlich, die Ausbreitung des Corona-Virus zu verlangsamen. Deshalb müssen unsere Gemeindeveranstaltungen, Konzerte, Treffen und Kreise weiterhin ausfallen. Für Seelsorge und Fragen des Lebens erreichen Sie Frau Pfarrerin Schwer unter der bekannten Telefonnummer oder per Email. In der Offenen Kirche treffen Sie auf Menschen, die sich zum Gespräch anbieten.

Bleiben Sie behütet und gesund! Ihre Kirchengemeinde ist für Sie da!

Berlin im Mai 2020


Offene Friedenskirche
samstags von 15.00 – 18.00 Uhr
Ort der Stille und der Einkehr

Gottesdienste

Mai 2020

10. Mai 2020
09:30 Uhr
Kantate
Predigtgottesdienst Friedenskirche Niederschöneweide Pfn. Schwer
17. Mai 2020
09:30 Uhr
Rogate
Predigtgottesdienst Friedenskirche Niederschöneweide Pfn. Schwer
21 Mai 2020
11:00 Uhr
Christi Himmelfahrt
Gemeinsamer Gottesdienst Christuskirche Oberschöneweide Pfn. Schwer
24. Mai 2020
09:30 Uhr
Exaudi
Predigtgottesdienst Friedenskirche Niederschöneweide H. Hoffmann
31. Mai 2020
11:00 Uhr
Pfingstsonntag
Gemeinsamer Gottesdienst Christuskirche Oberschöneweide Pfn. Schwer

01. Juni 2020
09:30 Uhr
Pfingstmontag

Gemeinsamer Gottesdienst Friedenskirche Niederschöneweide Pfn. Schwer

Gemeindebrief


Der Gemeindebrief für Nieder- und Oberschöneweide in einer gemeinsamen Ausgabe. ( Zum Betrachten des Briefes benötigen Sie möglicherweise einen pdf-reader ) .

2020
Der aktuelle Gemeindebrief für April und Mai
Februar und März


Andacht zum Monatsspruch Mai 2020
Dient einander, ein jeder mit der Gabe, die er empfangen hat. Wie gute Haushalter der vielfältigen Gnade Gottes es tun. 1. Petr 4,10.

Liebe Leserinnen und Leser,
nichts läuft in der Gemeinde, wenn nicht Menschen da sind, die ihre Fähigkeiten einbringen und mithelfen. Die Gaben, die Menschen empfangen, werden, wenn man unseren Monatsspruch im griechischen Text liest, als Charismen bezeichnet.

Ein charismatischer Typ, sagen wir anerkennend und meinen einen Menschen mit Ausstrahlung, mit Glanz in den Augen, liebevoll dem Nächsten zugewandt. Nach unserem Bibelwort sind wir alle, die wir uns mit unseren Gaben einbringen Charismatiker. Menschen, die sich aufmerksam um andere sorgen, die zuhören und trösten, die Gemeinde leiten, die Gottesdienste gestalten, die Kranke besuchen und die Ärmsten nicht vergessen.

Das alles sind Gaben, in uns hineingelegt, Charismen, von Gott gegeben, um sie weiterzugeben und mit ihnen eine lebendige Gemeinde zu bauen: Herzlichkeit, Unvoreingenommenheit und Interesse an anderen Menschen. Ganz allgemein ist es die Bereitschaft, die eigenen Kräfte zu teilen. Es reicht gerade für mich, sagen manche Menschen. Ehrenamtliche sagen: Ich habe auch Kraft für meine Nächsten, habe einen Überschuss, den ich weitergeben will.

Dient einander, dient euren Mitmenschen mit euren Gaben. Sie sind nicht gegeben, um sie in mir zu begraben, alle die vielen Möglichkeiten, die ich in mir trage. Ich soll sie nicht begraben, sie nicht festhalten. Anders als Geburtstagsgeschenke, die ich behalten und gebrauchen soll, die für mich bestimmt sind, zu meiner Freude und zu meinem Glück, sind die Gottesgaben zum Weitergeben geschenkt. Sie gehen durch uns hindurch und werden weitergegeben an unsere Nächsten, zur Freude und zum Dienst an ihnen.

Empfangen und dienen, das sind die beiden Bewegungen in unserem biblischen Spruch. Du hast eine Gabe empfangen und nun gib sie weiter. Du hast Kraft und Energie empfangen, die du teilen kannst. Es ist Aufnehmen und Abgeben, ist wie Einatmen und Ausatmen. Ein schönes Bild für die Gotteskraft, die durch uns hindurchgehen und Menschen erreichen will.
Umsonst sind sie uns geschenkt, die vielfältigen Gottesgaben. Und wir haben keinen Einfluss darauf, welche uns gegeben sind. Und manchmal sind wir wohl überrascht, in welchem Übermass sie unter uns wirken: Wie Menschen aufblühen und Ideen entwickeln und Zeit haben und Freude daran finden, das Leben zu teilen.

Und: Es gibt keine Konkurrenz unter ihnen, alle sind gleich viel wert. Über die Gleichwertigkeit der verschiedenen Dienste sagt der Apostel Paulus: Es ist der eine Gott, der durch die verschiedenen Ämter und Gaben hindurch wirkt. Weil er in allen ist, gibt es keine Rangfolge der Dienste und Gaben. Alle sind gleich viel wert.

Passt auf euch auf! Diesen Wunsch gibt ein inzwischen geschlossenes Berliner Kino den Vorbeigehenden mit auf den Weg. Ein freundlicher Gruß in diesen Zeiten! Achtet auf euch und schaut auf eure Nachbarinnen und Hausgenossen, die Hilfe brauchen. Unsere Gaben, für andere zu denken und zu helfen, werden in diesen Zeiten wohl besonders gefragt sein.

Bleiben Sie behütet und seien Sie herzlich gegrüßt von Annette Schwer.


Unsere Gemeindebriefe aus den Vorjahren

2019
Dezember ’19 und Januar ’20
Oktober und November
August und September
Juni und Juli
April und Mai
Februar und März

2018
Dezember ’18 und Januar ’19
Oktober und November
August und September
Juni und Juli
April und Mai
Februar und März

2017
Dezember ’17 und Januar ’18
Oktober und November
August und September
Juni und Juli
April und Mai
Februar und März

2016
Dezember ’16 und Januar ’17

Geschichte und Architektur


Im Jahr 1908 wurde die Kirchengemeinde Niederschöneweide selbständig, löste sich von der Köpenicker Stadtkirchengemeinde und bot nun Gottesdienste und Veranstaltungen im eigenen Stadtteil an. Eine Kirche, in der das Gemeindeleben hätte stattfinden können, gab es zunächst nicht. Erst nachdem die Aula der ehemaligen Gemeindeschule in der Schnellerstraße als Versammlungsort für die wachsende Gemeinde nicht mehr ausreichte, wurde 1925 ein Kirchbauverein gegründet. Den ausgelobten Wettbewerb gewannen die Architekten Fritz Schupp (Berlin) und Martin Kremmer (Essen). Am 11. November 1928 erfolgte die Grundsteinlegung und auf den Tag genau 19 Monate später, am 11. Mai 1930 konnte die Friedenskirche mit einem Festgottesdienst eingeweiht werden. Entstanden war eines der ersten Berliner Kirchengebäude moderner Architektur im Stil der Neuen Sachlichkeit. Der Entwurf der Architekten Schupp und Kremmer knüpfte in neuer Formensprache an alte märkische Kirchbautraditionen an. Die geplante Erweiterung des Gebäudes um Pfarrhaus, Küsterwohnung und zweistöckiges Gemeindehaus konnte nicht realisiert werden, da die nötigen Mittel fehlten. Den 26 Meter hohen monumentalen Turm, stadtbildprägendes Wahrzeichen von Niederschöneweide, wie das Kirchenschiff aus dunklen Klinkern gemauert und mit Schiefersteinen gedeckt, zieren zwei Uhren des Schöneweider Uhrmachers Buntzel. Das Geläut besteht aus drei Glocken, 1929 in Apolda gefertigt, von denen die größte 2.700 kg wiegt. Im März 1944 brannten nach einem Kurzschluß in der Orgel das Dach der Friedenskirche, die Emporen und die Orgel selbst vollständig aus. Die erheblich beschädigte Kirche wurde von 1951 – 1952 wieder aufgebaut. Architekt Herbert Erbs gab dem Kirchenschiff die alte Raumgestalt zurück. Im hinteren Teil wurde 1983 eine Winterkirche errichtet.

Der Altaraufsatz, 1930 vom Berliner Bildhauer August Rhades aus Kalkstein gearbeitet, ist in den Formen der Neuen Sachlichkeit gehalten. Im mittleren Relief wird die Auferstehung Jesu dargestellt, auf den beiden äußeren Feldern die Anbetung des Christuskindes und die Ausgießung des Heiligen Geistes. Der Bildhauer schuf ebenso Kanzel und Taufstein der Friedenskirche. Die zweimanualige Orgel der Firma Sauer aus Frankfurt/ Oder konnte der Gemeinde am 22.12.1957 zur Nutzung übergeben werden.