Über uns

Willkommen in der Evangelischen Kirchengemeinde Berlin – Niederschöneweide. Wir sind eine kleine Gemeinde im Südosten  Berlins, schön gelegen, direkt am Ufer der Spree. Unser Stadtteil wächst, ändert und verjüngt sich. Wir sind offen für alle Menschen, die schon immer hier gewohnt haben oder neu hinzukommen und eine Kirchengemeinde suchen.

Kennen Sie unsere Kirche in der Britzer Straße? Von außen sieht sie eher aus wie eine Trutzburg, aber innen ist sie freundlich und hell. In der Friedenskirche finden Sie unser kleines Gemeindezentrum mit Büro und den Räumen für die Gruppen, die sich hier treffen. Ganz in der Nähe arbeitet unsere Kindertagesstätte „Sonnenstrahl“, in der 50 Kinder und deren Eltern ein- und ausgehen.

Über die Spree hinweg gibt es gute Zusammenarbeit mit der Kirchengemeinde Berlin – Oberschöneweide. Nicht nur der Kaisersteg, die vor gut zehn Jahren wieder eröffnete Spreebrücke, verbindet die beiden Gemeinden, sondern auch ein gemeinsam herausgegebener Gemeindebrief und Mitarbeitende, die diesseits und jenseits der Spree tätig sind.

Wir laden Sie herzlich zu unseren Gottesdiensten ein, die wir in der Friedenskirche oder in der Nachbarschaft oder in der Ökumene feiern. Wir freuen uns auf Sie!


Wichtiger Hinweis

In Anbetracht der weiterhin hohen Infektionszahlen haben wir uns im Gemeindekirchenrat entschieden, alle Gottesdienste und Gemeindeveranstaltungen in unserer Kirche bis zum 31.1.2021 abzusagen.

Aber wir öffnen vom 17. Januar an, immer sonntags zur Gottesdienstzeit von 10.00 – 13.00 Uhr, die Christuskirche in Oberschöneweide. Wer einen Ort zur stillen Einkehr und Andacht sucht, ist herzlich eingeladen. Unsere Pfarrerin steht in dieser Zeit für Gespräche zur Verfügung.

Es ist uns wichtig, mit den Menschen in der Gemeinde und im Stadtteil verbunden zu bleiben. Deshalb bieten wir auch weiterhin dienstags von 10.00 – 12.00 Uhr die offene Friedenskirche an.

Bitte informieren Sie sich auf unseren Internetseiten und über die Schaukästen, wie es im Februar weitergehen wird.

Wir wünschen Ihnen allen viel Mut und Zuversicht in diesen besonderen Zeiten und ein gesegnetes Jahr 2021.

Ihre Kirchengemeinde Berlin – Niederschöneweide.


Gottesdienste im Radio & TV im Januar 2021

17. Januar, 2. Sonntag n. Epiphanias
Deutschlandfunk 10.05 Uhr
Radiogottesdienst, Johanniskirche Stuttgart

24. Januar, 3. Sonntag n. Epiphanias
ZDF 9.30 Uhr
Fernsehgottesdienst, Saalkirche in Ingelheim

rbb Kultur 10 Uhr
Radiogottesdienst, Ev.- freikirchliche Gemeinde in
Berlin – Charlottenburg (Friedenskirche)

mdr KULTUR 10 Uhr
Radiogottesdienst Dorfkirche Oberkatz

31. Januar, Letzter Sonntag n. Epiphanias
Deutschlandfunk 10.05 Uhr
Radiogottesdienst, Auferstehungskirche in Münster


Besondere Angebote
Das Team der Kinderkirche schreibt einen Blog mit Videos und Beiträgen auf der Website der Johannisthaler Gemeinde.

Andacht zum Monatsspruch aus dem aktuellen Gemeindebrief

Nachrichten und Informationen aus unserem Kirchenkreis Lichtenberg – Oberspree: www.kklios.de

Offene Friedenskirche
dienstags von 10.00 – 12.00 Uhr

Offene Christuskirche
sonntags von 10.00 – 13.00 Uhr

Orte der Stille und der Einkehr

Gottesdienste

Wichtiger Hinweis

Auf Grund der hohen Infektionszahlen finden bis zum 31.1.2021 keine Gottesdienste statt. Bitte informieren Sie sich auf unseren Internetseiten und über die Schaukästen der Gemeinde, wie es im Februar weitergeht.

Gemeindebrief


Der Gemeindebrief für Nieder- und Oberschöneweide in einer gemeinsamen Ausgabe. ( Zum Betrachten des Briefes benötigen Sie möglicherweise einen pdf-reader ) .

2020
Der aktuelle Gemeindebrief für Dezember ’20 und Januar ’21
September, Oktober und November
Juni, Juli und August
April und Mai
Februar und März


Zum Adventslied: Das Volk, das noch im Finstern wandelt, EG 20

1. Das Volk, das noch im Finstern wandelt – bald sieht es Licht, ein großes Licht. Heb in den Himmel dein Gesicht und steh und lausche, weil Gott handelt.
2. Die ihr noch wohnt im Tal der Tränen, wo Tod den schwarzen Schatten wirft: Schon hört ihr Gottes Schritt, ihr dürft euch jetzt nicht mehr verlassen wähnen.
5. Man singt: »Ein Sohn ist uns gegeben, Sohn Gottes, der das Zepter hält, der gute Hirt, das Licht der Welt, der Weg, die Wahrheit und das Leben.«


Liebe Leserinnen und Leser, … über denen, die im Schattenland wohnen, scheint es hell – in diesen Worten der prophetischen Weissagung haben schon viele Menschen durch die Geschichte hindurch Trost erfahren. Das Adventslied Nr. 20, neu in unser Gesangbuch aufge-nommen, folgt den vertrauten Versen aus Jesaja 9, die wir alljährlich zum Christfest hören. Ein Prophetenwort aus dem 8. Jahrhundert v. Chr., das die ersten christlichen Gemeinden Jahrhunderte später als frühen Hinweis auf ihren Herrn verstanden und gelesen haben, das wiederum 1980 durch den Ostberliner Dichter und Theologen Jürgen Henkys aus dem Niederländischen über-setzt, für uns zum Lied geworden ist. In dieser Zeit erstarkte die Friedensbewe-gung in der DDR, Schwerter zu Pflugscharen war das Thema. Dass Frieden werden möchte und Verständigung zwischen Ost und West – von dieser Hoff-nung waren die Menschen bewegt. Hell sollte es wieder werden, untereinander und in der ganzen Welt. Auch davon singt dieses Lied, das eine so lange Trostgeschichte hat.
In den acht Strophen wird erzählt, wie der Friede wächst, wie Unrecht, Verrat und bittre Zeit enden, denn: Uns ist ein Kind geboren. Dieses Kind wird der gute Hirte sein, das Licht der Welt, Weg, Wahrheit und das Leben. Aber es geschieht in diesem Liedtext eben nicht Vertröstung auf ein Irgendwann. Der Friede ist da und die Liebe auch, in diesem Kind, dem Friedensbringer für die ganze Welt: In ihm geht die Liebe nicht mehr verloren. „Schon hört ihr Gottes Schritt, ihr dürft euch jetzt nicht mehr verlassen wähnen.“
Beides geschieht gleichzeitig: Unser Wohnen im Tal der Tränen und Gottes Kommen in unsere Welt. Beides erfahren wir nebeneinander: Über denen, die im Schattenland wohnen, scheint es hell. Für viele unter uns sind diese Wochen und Monate so etwas wie dunkle Zeit, in der wir aushalten müssen, mühsame Zeit, verbunden mit Ängsten, Vereinsamung und Verlusten. In all dem, so will uns unser Lied ermutigen, schaue nach dem Licht: „Heb in den Himmel dein Gesicht und steh und lausche, weil Gott handelt.“ In all dem höre auf Gottes Schritt, lausche auf sein Kommen, halte Ausschau nach seinen Spuren. Er ist schon da: In der Aufmerksamkeit fürei-nander, in erfahrener Freundlichkeit und in aller doch möglichen Nähe zueinander.
Dass es Advent für uns werde, gerade in diesem Jahr, dass wir Gottes Schritte hören, schon jetzt und wir dann, im Kind in der Krippe erst recht, sein Kommen wieder neu erleben und miteinander feiern können, das wünsche ich uns allen von Herzen,
Ihre Annette Schwer.


Unsere Gemeindebriefe aus den Vorjahren

2019
Dezember ’19 und Januar ’20
Oktober und November
August und September
Juni und Juli
April und Mai
Februar und März

2018
Dezember ’18 und Januar ’19
Oktober und November
August und September
Juni und Juli
April und Mai
Februar und März

2017
Dezember ’17 und Januar ’18
Oktober und November
August und September
Juni und Juli
April und Mai
Februar und März

2016
Dezember ’16 und Januar ’17

Geschichte und Architektur


Im Jahr 1908 wurde die Kirchengemeinde Niederschöneweide selbständig, löste sich von der Köpenicker Stadtkirchengemeinde und bot nun Gottesdienste und Veranstaltungen im eigenen Stadtteil an. Eine Kirche, in der das Gemeindeleben hätte stattfinden können, gab es zunächst nicht. Erst nachdem die Aula der ehemaligen Gemeindeschule in der Schnellerstraße als Versammlungsort für die wachsende Gemeinde nicht mehr ausreichte, wurde 1925 ein Kirchbauverein gegründet. Den ausgelobten Wettbewerb gewannen die Architekten Fritz Schupp (Berlin) und Martin Kremmer (Essen). Am 11. November 1928 erfolgte die Grundsteinlegung und auf den Tag genau 19 Monate später, am 11. Mai 1930 konnte die Friedenskirche mit einem Festgottesdienst eingeweiht werden. Entstanden war eines der ersten Berliner Kirchengebäude moderner Architektur im Stil der Neuen Sachlichkeit. Der Entwurf der Architekten Schupp und Kremmer knüpfte in neuer Formensprache an alte märkische Kirchbautraditionen an. Die geplante Erweiterung des Gebäudes um Pfarrhaus, Küsterwohnung und zweistöckiges Gemeindehaus konnte nicht realisiert werden, da die nötigen Mittel fehlten. Den 26 Meter hohen monumentalen Turm, stadtbildprägendes Wahrzeichen von Niederschöneweide, wie das Kirchenschiff aus dunklen Klinkern gemauert und mit Schiefersteinen gedeckt, zieren zwei Uhren des Schöneweider Uhrmachers Buntzel. Das Geläut besteht aus drei Glocken, 1929 in Apolda gefertigt, von denen die größte 2.700 kg wiegt. Im März 1944 brannten nach einem Kurzschluß in der Orgel das Dach der Friedenskirche, die Emporen und die Orgel selbst vollständig aus. Die erheblich beschädigte Kirche wurde von 1951 – 1952 wieder aufgebaut. Architekt Herbert Erbs gab dem Kirchenschiff die alte Raumgestalt zurück. Im hinteren Teil wurde 1983 eine Winterkirche errichtet.

Der Altaraufsatz, 1930 vom Berliner Bildhauer August Rhades aus Kalkstein gearbeitet, ist in den Formen der Neuen Sachlichkeit gehalten. Im mittleren Relief wird die Auferstehung Jesu dargestellt, auf den beiden äußeren Feldern die Anbetung des Christuskindes und die Ausgießung des Heiligen Geistes. Der Bildhauer schuf ebenso Kanzel und Taufstein der Friedenskirche. Die zweimanualige Orgel der Firma Sauer aus Frankfurt/ Oder konnte der Gemeinde am 22.12.1957 zur Nutzung übergeben werden.