Gemeindebrief


Der Gemeindebrief für Nieder- und Oberschöneweide in einer gemeinsamen Ausgabe. ( Zum Betrachten des Briefes benötigen Sie möglicherweise einen pdf-reader ) .

2020
Der aktuelle Gemeindebrief für Dezember ’20 und Januar ’21
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Juni, Juli und August
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Februar und März


Zum Adventslied: Das Volk, das noch im Finstern wandelt, EG 20

1. Das Volk, das noch im Finstern wandelt – bald sieht es Licht, ein großes Licht. Heb in den Himmel dein Gesicht und steh und lausche, weil Gott handelt.
2. Die ihr noch wohnt im Tal der Tränen, wo Tod den schwarzen Schatten wirft: Schon hört ihr Gottes Schritt, ihr dürft euch jetzt nicht mehr verlassen wähnen.
5. Man singt: »Ein Sohn ist uns gegeben, Sohn Gottes, der das Zepter hält, der gute Hirt, das Licht der Welt, der Weg, die Wahrheit und das Leben.«


Liebe Leserinnen und Leser, … über denen, die im Schattenland wohnen, scheint es hell – in diesen Worten der prophetischen Weissagung haben schon viele Menschen durch die Geschichte hindurch Trost erfahren. Das Adventslied Nr. 20, neu in unser Gesangbuch aufge-nommen, folgt den vertrauten Versen aus Jesaja 9, die wir alljährlich zum Christfest hören. Ein Prophetenwort aus dem 8. Jahrhundert v. Chr., das die ersten christlichen Gemeinden Jahrhunderte später als frühen Hinweis auf ihren Herrn verstanden und gelesen haben, das wiederum 1980 durch den Ostberliner Dichter und Theologen Jürgen Henkys aus dem Niederländischen über-setzt, für uns zum Lied geworden ist. In dieser Zeit erstarkte die Friedensbewe-gung in der DDR, Schwerter zu Pflugscharen war das Thema. Dass Frieden werden möchte und Verständigung zwischen Ost und West – von dieser Hoff-nung waren die Menschen bewegt. Hell sollte es wieder werden, untereinander und in der ganzen Welt. Auch davon singt dieses Lied, das eine so lange Trostgeschichte hat.
In den acht Strophen wird erzählt, wie der Friede wächst, wie Unrecht, Verrat und bittre Zeit enden, denn: Uns ist ein Kind geboren. Dieses Kind wird der gute Hirte sein, das Licht der Welt, Weg, Wahrheit und das Leben. Aber es geschieht in diesem Liedtext eben nicht Vertröstung auf ein Irgendwann. Der Friede ist da und die Liebe auch, in diesem Kind, dem Friedensbringer für die ganze Welt: In ihm geht die Liebe nicht mehr verloren. „Schon hört ihr Gottes Schritt, ihr dürft euch jetzt nicht mehr verlassen wähnen.“
Beides geschieht gleichzeitig: Unser Wohnen im Tal der Tränen und Gottes Kommen in unsere Welt. Beides erfahren wir nebeneinander: Über denen, die im Schattenland wohnen, scheint es hell. Für viele unter uns sind diese Wochen und Monate so etwas wie dunkle Zeit, in der wir aushalten müssen, mühsame Zeit, verbunden mit Ängsten, Vereinsamung und Verlusten. In all dem, so will uns unser Lied ermutigen, schaue nach dem Licht: „Heb in den Himmel dein Gesicht und steh und lausche, weil Gott handelt.“ In all dem höre auf Gottes Schritt, lausche auf sein Kommen, halte Ausschau nach seinen Spuren. Er ist schon da: In der Aufmerksamkeit fürei-nander, in erfahrener Freundlichkeit und in aller doch möglichen Nähe zueinander.
Dass es Advent für uns werde, gerade in diesem Jahr, dass wir Gottes Schritte hören, schon jetzt und wir dann, im Kind in der Krippe erst recht, sein Kommen wieder neu erleben und miteinander feiern können, das wünsche ich uns allen von Herzen,
Ihre Annette Schwer.


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