Gemeindebrief


Der Gemeindebrief für Nieder- und Oberschöneweide in einer gemeinsamen Ausgabe. ( Zum Betrachten des Briefes benötigen Sie möglicherweise einen pdf-reader ) .

2020
Der aktuelle Gemeindebrief für September, Oktober und November
Juni, Juli und August
April und Mai
Februar und März


Monatsspruch September: Ja, Gott war es, der in Christus die Welt mit sich versöhnt hat. (2 Korinther 5,19)

Der Apostel Paulus hat ein Anliegen: Er möchte etwas erklären, was kaum zu verstehen ist. Warum hat Gott mit Jesus so gehandelt, wie er gehandelt hat? Warum musste Christus so sterben, wie er gestorben ist? Auch in diesem Satz will Paulus sein Anliegen ausdrücken: Es ging Gott nur um Versöhnung. Wie dürfen wir das verstehen?
Die Antwort ist: Wir können das nicht verstehen. Gott ist nicht zu verstehen, auch wenn Paulus sich hier wieder alle Mühe gibt. Gott hat immer viele Wege – aber er wählt den schwersten, den dramatischsten. Sein Sohn geht einen Weg ins Dunkle, in einen Abgrund, in die Hölle – aus nur einem einzigen Grund: damit Gott uns seine Nähe zeigen kann. Eine Nähe, die auch Jesus kaum erfahren hat, als er nach seinem Gott, nach seinem Vater schrie. Dennoch war Gott da, wie wir bald erfahren. Er auferweckt seinen Sohn, er macht ihn Gott gleich. Die Versöhnung Gottes mit der Welt heißt: Es gibt keinen Ort ohne Gott. Das musste Gott sich beweisen, sozusagen. Aber eigentlich wollte er es uns beweisen. Selbst der dunkelste Abgrund ist kein Ort ohne Gott.
Wenn Gott sich so mit seiner Welt der Abgründe versöhnt, dann können wir uns mit der Welt der Abgründe wenn nicht gleich versöhnen, dann doch hoffnungsvoller in ihr leben. Wir werden nicht jedem Abgrund entkommen, aber wir werden darin nicht ohne Hoffnung sein. Die Hoffnung, nicht alleine zu sein, getragen zu sein, auch wenn wir es nicht sofort fühlen können. Wir können uns, wie Jesus, das Fühlen erbitten: Vater, verlass uns nicht. Und er verlässt nicht. Er wendet sich denen zu, die seiner bedürfen und die nach ihm rufen. Wie Jesus erhebt er sie aus dem Abgrund. Damit wir ihn wieder loben können.

Michael Becker
(Werkstatt für Liturgie und Predigt)


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